.

 

Auf dem Weg zu zertifiziertem nachhaltigem Kokosöl auf den Philippinen

Partnerschaft der GIZ, BASF und Cargill erreicht 2.500 Kleinbauern

GENERAL SANTOS CITY, PHILIPPINEN; LUDWIGSHAFEN, DEUTSCHLAND; MINNEAPOLIS, MINNESOTA; BONN/ESCHBORN, DEUTSCHLAND (5. Februar 2013) – Auf den Philippinen wurde ein Programm eingeführt, mit dem Ziel, die Nachhaltigkeit der Kokosölproduktion und die Lebensgrundlage von 2.500 Kleinbauern zu verbessern. Das Programm ist das Ergebnis einer Partnerschaft der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, BASF und Cargill; es wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) aus dem Programm develoPPP.de mitfinanziert.

Das Projekt zur Entwicklung einer zertifizierten Kokosöl-Wertschöpfungskette richtet sich an Kleinbauern der südlichen Philippinen-Insel Mindanao. Deren Einkommen soll durch die Steigerung der Produktivität und der Kokosölqualität erhöht werden. Mit dem Programm soll auch der Sustainable Agricultural Network (SAN)-Standard eingeführt werden. Er ist Grundlage dafür, dass die Kokosnussproduktion die Rainforest Alliance Certification™ erhält.   

Die Landwirte haben bereits mit einem Good Agricultural Practice-Training begonnen. Außerdem erhalten sie neu entwickelte Trocknungsöfen, um die Qualität von Kopra (Kernfleisch der Kokosnuss) und dem daraus gewonnenen Kokosöl zu verbessern. Das Programm erleichtert zusätzlich den Zugang zum staatlichen Krankenversicherungsprogramm PhilHealth: Dank der Zusammenarbeit unter anderem mit Small Coconut Farmer Organizations (SCFOs) und finanzieller Unterstützung durch das Projekt konnten sich bereits 2.500 Kleinbauern bei PhilHealth mit einer reduzierten Aufnahmegebühr anmelden. So werden schätzungsweise 12.500 bis 15.000 Philippiner erstmals eine Gesundheitsversorgung erhalten.

„Dieses Projekt verbindet die Stärken von öffentlichen und privaten Partnern und baut auf 40 Jahre Erfahrung der GIZ auf den Philippinen auf“, sagte Wolfgang Moellers, GIZ Portfolio Manager, Philippinen und Pazifik. „Die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung der Kokosbauern wird zahlreiche Vorteile für Familien und Gemeinschaften haben, die von dieser Nutzpflanze leben.“

„Die Kokosnuss-Produktion spielt eine entscheidende Rolle in der philippinischen Wirtschaft, besonders im Süden Mindanaos“, so Efren Barlisan, General Manager von Cargills Getreide- und Ölsaatengeschäft auf den Philippinen. „Das Projekt wird dazu beitragen, die Lebensbedingungen von tausenden Kleinbauern der Region zu verbessern.“

„Wir sind stolz darauf, wie sich das Programm entwickelt. Mehr Nachhaltigkeit in den Wertschöpfungsketten durch Kriterien und Zertifizierung ist für unser Home und Personal Care-Geschäft ein wichtiger Teil unseres Corporate Social Responsibility-Engagements“, erläuterte Harald Sauthoff, Vice President Global Procurement Natural Oils and Oleochemicals bei BASF.

Lokale Organisationen wie die Notre Dame Business Resource Center Foundation Inc. (NDBRCFI) aus General Santos werden in dem Programm eine wichtige Rolle übernehmen. Sie unterstützen den Wissensaustausch und leisten Hilfe zur Selbsthilfe für lokale Landwirte und Kooperativen, um den Nutzen des Projekts auch über die Anfangsphase hinaus sicherzustellen.   

Kokosnussbäume werden auf den Philippinen auf 3,5 Millionen Hektar angebaut – das entspricht etwa 25 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Landes. Mit einer Produktion von über 15 Milliarden Kokosnüssen pro Jahr gehören die Philippinen zu den weltweit führenden Produzenten; Kokosprodukte machten 2011 etwa 2 Milliarden US-Dollar der Export-Erlöse aus. Kokosöl wird hauptsächlich als Inhaltsstoff in Lebensmitteln verwendet, während Kokosölderivate auch in der Home und Personal Care-Industrie eingesetzt werden. Schätzungen der Philippine Coconut Authority zufolge gibt es über drei Millionen Kokosbauern und -arbeiter, etwa 25 Millionen weitere Philippiner arbeiten in Kokos verarbeitenden Betrieben.  

 

Kontakts

Raquel Arkibus, +49 2173 4995-464, raquel.ark@basf.com, www.BASF.com 
Press Office GIZ, +49 6196 79 4466, presse@giz.de, www.giz.de
Jon Hixson – Cargill APAC, +65 6393 8382 / +65 92344022, jon_hixson@cargill.com, www.cargill.com
Corinne Holtshausen – Cargill EMEA, +44 1932 861174, corinne_holtshausen@cargill.com, www.cargill.com

 

###

Über BASF

BASF ist das weltweit führende Chemieunternehmen: The Chemical Company. Das Portfolio reicht von Chemikalien, Kunststoffen, Veredlungsprodukten und Pflanzenschutzmitteln bis hin zu Öl und Gas. Wir verbinden wirtschaftlichen Erfolg, gesellschaftliche Verantwortung und den Schutz der Umwelt. Mit Forschung und Innovation helfen wir unseren Kunden in nahezu allen Branchen heute und in Zukunft die Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen. Unsere Produkte und Systemlösungen tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen, gesunde Ernährung und Nahrungsmittel zu sichern sowie die Lebensqualität zu verbessern. Den Beitrag der BASF haben wir in unserem Unternehmenszweck zusammengefasst: We create chemistry for a sustainable future. Die BASF erzielte 2011 einen Umsatz von rund 73,5 Milliarden € und beschäftigte am Jahresende mehr als 111.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die BASF ist börsennotiert in Frankfurt (BAS), London (BFA) und Zürich (AN). Weitere Informationen zur BASF im Internet unter www.basf.com.

Über Cargill

Cargill ist ein internationaler Produzent und Anbieter von Produkten und Dienstleistungen in den Bereichen Nahrungsmittel, Landwirtschaft, Finanzen und der technischen Industrie.1865 gegründet, beschäftigt das privat geführte Unternehmen 142.000 Mitarbeiter in 65 Ländern. Cargill trägt durch Kooperation und Innovation zum Erfolg seiner Kunden bei und verpflichtet sich, sein Wissen und seine Erfahrung zu nutzen, um den ökonomischen, Umwelt- und sozialen Herausforderungen weltweit zu begegnen. Weitere Informationen finden Sie unter www.cargill.com und www.cargill.de

Über GIZ 

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist ein weltweit tätiges Bundesunternehmen. Sie unterstützt die Bundesregierung in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung und in der internationalen Bildungsarbeit. Die GIZ trägt dazu bei, dass Menschen und Gesellschaften eigene Perspektiven entwickeln und ihre Lebensbedingungen verbessern.

.