Krisenjahre:  1900 -  1924

John H. MacMillan Sr. führt das Unternehmen durch eine finanzielle Herausforderung

Im Jahr 1910 sah sich Cargill mit der vielleicht größten Herausforderung seines Bestehens konfrontiert. Der etablierte Getreidehändler, der in den neuen Staaten des nördlichen Mittleren Westens Amerikas gewachsen war, hatte zu viele Schulden angehäuft. Im Jahr 1909 starb Cargills Gründer William Wallace Cargill und hinterließ ein kleines Geschäftsimperium, das überschuldet und zu schnell gewachsen war. Es war für seinen Schwiegersohn John MacMillan offensichtlich, dass die Firma umstrukturiert werden musste, um die Bedürfnisse der Banker und Kunden zu befriedigen. Die Frage war, ob MacMillan schnell und strategisch genug handeln konnte, um das Herzstück des Geschäfts, Silos und Getreidehandel, zu retten.

John MacMillan, Cargills neuer Chef, handelte schnell. Er verhandelte mit den Banken und überzeugte sie, die Kredite zu verlängern und der Firma Zeit für die Rückzahlung der Schulden einzuräumen. Er löste viele der Geschäftsaktivitäten außerhalb des profitablen Getreidehandels auf, verlegte den Firmensitz nach Minneapolis und erstellte ein Plan, der die Schuldenbelastung mit der Zeit abbauen würde. MacMillan führte auch verbesserte Buchhaltungsverfahren ein, um dem Management ein besseres finanzielles Bild der Firma zu geben. Nach sechs Jahren waren die Schulden abbezahlt und Cargill war zum Wachstum bereit.

1900 - 1924: Krisenjahre

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